In unserem Fußballspiel hat sich vieles verändert, früher
wurde der Schiedsrichter bedingungslos anerkannt.
Seine Entscheidungen wurden akzeptiert und es wurde
nicht lange diskutiert.
Heute ist diese Autorität des Schiedsrichters weitgehend
verloren gegangen. Dies ist eine Folge der Fernsehauf-
zeichnungen, mit immer stärkerer Kritik am Schiedsrichter.
Aus der Freude am Spiel früherer Zeiten, ist heute bis in
die unteren Spielklassen, der Sieg um jeden Preis als Ziel
der Zuschauer, Trainer und Spieler geworden.
Manche Beteiligte glauben, es bricht die Welt zusammen,
wenn die Mannschaft nicht Meister wird, oder gar aus der
Spielklasse absteigt.
Der Schiedsrichter steht im Mittelpunkt des Geschehens
und muss mit herber Kritik an seinen Entscheidungen
rechnen. Reklamierende Spieler wird es genau so geben
wie protestierende Jugendleiter bei den Jugendspielen.
Daher der Grundsatz:
Wer keine Kritik vertragen kann, ist als
Schiedsrichter fehl auf dem Platz.
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Wer als Schiedsrichter tätig sein will, muss sich in einer
guten körperlichen Verfassung befinden.
Neben der Kondition ist die Regelkenntnis eine unabdingbare
Voraussetzung. Während des Lehrganges kann nur ein
gewisser Teil aller Regeln und Themen besprochen
werden. Deshalb ist es notwendig, dass die Teilnehmer die Fragebogen und das Regelwerk selbstständig bearbeiten und erlernen.
Auch für den aktiven Schiedsrichter ist es wichtig, sich mit
dem Regelwerk und Regeländerungen ständig zu befassen.
Der Anwärterlehrgang vermittelt nur die Grundlagen der
Fußballregeln.
Was erwarten die Trainer, Zuschauer und Spieler in erster
Linie vom Schiedsrichter?
- ein sicheres Auftreten
- unbedingte Unparteilichkeit
- bei Unsportlichkeiten eine klare und schnelle Entscheidung
- keine Beeinflussung von Spielern und Außenstehenden
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Der Schiedsrichter wird in jedem Spiel vor neuen
Situationen gestellt und muss sich bewähren.
Spitzenschiedsrichter werden noch nicht geboren.
Jeder benötigt seine eigene Erfahrung. Jeder Anwärter,
der die Schiedsrichterprüfung erfolgreich abgeschlossen
hat und zu Spielleitungen beauftragt wird, kann mit der
Unterstützung des SR-Ausschusses rechnen.
Eines sei gesagt: Jeder macht Fehler - auch der
Schiedsrichter
Lernt man aus den Fehlern, bespricht sie mit einem
"älteren" SR-Kameraden, so ist der weitere Weg zum
Aufstieg frei.
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Schwierigkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Nur einige
Beispiele:
- es beginnt mit der Paßkontrolle
kein Spielbericht / fehlende Pässe
- die Bespielbarkeit des Platzes ist fraglich
der Platzbau ist nicht in Ordnung
- der Spielbeginn verzögert sich, die Mannschaft ist
nicht vollzählig
- während des Spiels
es kommt Hektik auf
es kommt zu Ausschreitungen
durch Unsportlichkeiten kommt es zu Verletzungen
- nach Spielende
kommt es zu Beleidigungen oder gar zu Drohungen
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Die Aufgabe des Schiedsrichters ist mit einem Satz
ausgedrückt:
"Er hat dafür zu sorgen, dass das Spiel im Rahmen der
Fußballregeln verläuft"
Wo beginnt die Aufgabe des Schiedsrichters?
Die Aufgabe des Schiedsrichters beginnt mit der
Spielansetzung
- mit derVorbereitung und Anreise zum Spiel
- Die Spielleitung
von der Paßkontrolle - Anpfiff - Halbzeitpause -
Schlußpfiff
- den Spielberichtsbogen ausfüllen und absenden
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Ohne den 23. Mann könnte kein Fußballspiel stattfinden
Woche für Woche werden Fußballspiele ausgetragen
Es gibt spannende, leichte und schwere Spiele zu leiten.
Es gibt keinen Schiedsrichter, der nicht die Absicht hat, sein
Bestes bei der Spielleitung zu geben.
Eine gewisse Freude wird es für den Schiedsrichter sein,
wenn dieser von den Spielern für seine Leistung gelobt
wird.
Bei aller Kritik über den Schiedsrichter, bin ich davon
überzeugt, das dieser Lehrgang dazu beiträgt, dass Ihr
nach der Ausbildung Fußballspiele leitet und sagen könnt,
"Es hat sich doch gelohnt, dass ich Schiedsrichter
geworden bin "
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